• Kasse
    • Bestellhistorie
    • Transaktion fehlgeschlagen
    • Kauf-Bestätigung
die MarkenWertExperten
  • Institut
    • Persona
    • Partner & Netzwerk
  • Markenforschung
  • Markenführung
    • MarkenFührungsGuide®
      • Markenschutz
      • Markenstrategie und Planung
      • Markendesign
      • Marken-Controlling
      • Anwenderpakete
  • Markenbewertung
  • Presse
    • Pressemitteilungen
    • Fotoservice
    • Pressespiegel
  • Marken-Know-how
    • Marken-Blog
    • MarkenDialog
      • MarkenDialog 2016
        • MarkenDialog 2016 – Terminanfrage
      • Radio-MarkenDialog 2015
        • Gewinnspielteilnahme
        • Fragen und Antworten
        • Teilnahmebedingungen
      • MarkenDialog 2013
      • MarkenDialog 2012
    • Publikationen, Studien & Downloads
    • Vorträge
    • Workshops
    • Kurse & Schulungen
  • Kontakt
    • MWE Newsletter
  • Click to open the search input field Click to open the search input field Suche
  • Menü Menü
Sachverstaendige

Sachverständige 02/2012 – Worauf kommt es bei der Bewertung von Marken und Nutzungshonorararen in der Marketingpraxis an?

1. Einleitung

Im Marketing wird grundsätzlich zwischen Marke und Logo unterschieden. Die Marke ist wesentlich mehr als nur ein Logo oder ein Name – sie wird als ganzheitliches System angesehen.

Marken beinhalten sozusagen alle Leistungen, die ein Unternehmen erbringt, sodass Kunden langfristig Vertrauen in diese Leistung haben. Das Logo hingegen gibt der Marke ein Gesicht, es gilt als kreative Schöpfung, als kleinster gemeinsamer Nenner für die Markenkommunikation.

ln der Folge wollen wir uns daher einerseits mit dem System „Marke“ aus betriebswirtschaftlicher und markentechnischer Sicht und den Gründen für eine Markenbewertung befassen; danach setzen wir uns mit der Praxis der Abgeltung von Entwurfshonoraren für Kreativleistungen und den daraus erwachsenden branchenüblichen Nutzungshonoraren auseinander.

2. Was bedeutet es, den Wert einer Marke zu messen?

Um den Wert einer Marke transparent offenlegen zu können, muss zuerst der Zusammenhang zwischen den psychologischen Werten, die eine Marke über die Kommunikation vermittelt, und der finanziellen Wertschöpfung, die eine Marke nachhaltig zur Wertsteigerung eines Unternehmens beiträgt, dargestellt werden. Eine ganzheitliche Markenbewertung bedeutet daher, dass Erkenntnisse aus den rechtlichen, verhaltenswissenschaftlichen und finanziellen Bereichen in die Bewertung einfließen müssen.  Einige der wesentlichen Anforderungsmerkmale sind dabei der Verwendungszweck, die angesprochenen Zielgruppen, der identifizierte Vermögensgegenstand, die Bewertungsvoraussetzung, die Position des Sachverständigen sowie der Bewertungsstichtag. Sowohl in der ÖNORM A 6800 als auch in der DIN ISO 10668 wird darauf hingewiesen, dass die Bewertung zum jeweiligen Bewertungsstichtag auf validen Informationen und Annahmen beruhen muss, um im Wiederholungsfall das gleiche Ergebnis liefern zu können. Das schließt Daten des Markeninhabers sowie geeignete Daten von Dritten ein.

 3. Branchenübliche Bewertungsverfahren

Markenbewertungen können anhand eines Ertragswertverfahrens, Marktvergleichs- oder Kostenverfahrens erfolgen. Der Anlass, die Wertkonzeption und die spezifischen Charakteristika der zu bewertenden Marke bestimmen letztlich die Wahl des Verfahrens.

Ertragswertverfahren dienen der Wert-Ermittlung von Vermögensgegenständen durch Berechnung der kapitalisierten Erträge, die mit diesen Vermögensgegenständen voraussichtlich erwirtschaftet werden. Der Ertragswert definiert den Barwert, der sich aus den zukünftigen Überschüssen aus Einnahmen und Ausgaben ergibt. Dieses Verfahren ist zur Bestimmung des monetären Markenwerts entwickelt worden – es gibt den Ertragswert einer Marke als Barwert zukünftiger Marken-Cashflows wieder.

4. Die Berechnung des Markenwerts am Beispiel von Konsumgütern

Bei der Bewertung geht man davon aus, dass ein Unternehmen für ein Markenprodukt aufgrund der hohen Bekanntheit und der daraus resultierenden Kaufintensivität sowie der Kundenloyalität sein Qualitätsversprechen mit einem höheren Preis durchsetzen kann. Natürlich gilt es auch Faktoren wie Distributionsreichweite, Händlerzufriedenheit, Wettbewerbssituation und Internationalität bei der Bewertung zu berücksichtigen – sie bilden laut ÖNORM den Markenindikatorfaktor für die Berechnung (siehe Abbildung).

Markenindikatorfaktoren

Markenwertberechnung mit den in der ÖNORM definierten Markenindikatorfaktoren

Zur Bestimmung der Markenerträge vergleicht man bei spielsweise den Verkaufspreis des zu bewertenden Markenprodukts mit dem eines No-Name-Produkts derselben Kategorie, bei dem der Kunde lediglich bereit ist, den Grundnutzen in Form eines geringen Preises abzugelten. Zur Bestimmung des relevanten Marken-Cashflows müssen die für die zusätzlichen Markenerträge notwendigen Aufwendungen für die Marke berücksichtigt werden; darunter versteht man unter anderem Forschungs- und Entwicklungskosten sowie Kosten für Vertrieb und Werbung. Bei der Ermittlung des Marken-Cashflows ergibt die Differenzierung zwischen dem Marken-Cashflow pro Stück des Markenprodukts und jenem des No-Name-Produkts die Markenprämie, diese wird in Prozent vom Verkaufspreis des Markenprodukts ausgedrückt und mit dem Umsatz des Markenherstellers multipliziert. Das Ergebnis wird dann um die Unternehmensertragsteuer vermindert – so ermittelt man den Marken-Cashflow einer Periode. Mit der Zusammenfassung der einzelnen Daten aus den Analyseschritten wird die Berechnung des Markenwerts abgeschlossen.

Zur Darstellung der Plausibilität des Markenwachstums bedient man sich einer Datenhistorie, dazu verwendet man in der Regel einen Begutachtungszeitraum von fünf Jahren. Der Markenwerter errechnet sich dabei auf Basis der Umsatzentwicklung in den Perioden 1 bis 5 zum Verhältnis des Marken-Cashflows und die Wachstumsrate spiegelt das prognostizierte Markenwachstum wider. Ähnlich wie bei der klassischen Unternehmensbewertung wird der daraus resultierende nachhaltige Ertragswert als „ewige Rente“ bezeichnet. Laut DIN ISO 10668 und ÖNORM A 6800 müssen die in einer Markenbewertung verwendeten Cashflows oder andere vergleichbare Messgrößen des Markenerfolgs eindeutig der Marke zugerechnet werden können. Abhängig vom Bewertungsanlass und der Datenverfügbarkeit lassen sich für die Ermittlung und Bestimmung der Markenerträge unterschiedliche Methoden anwenden. Ein Bewertungsgutachten muss gemäß den Normen folgende Punkte beinhalten: Name, Position sowie Status des Gutachters, Bewertungszweck und angesprochene  Zielgruppe(n), die Identifikation des Bewertungsgegenstands, die Wertkonzeption und die angewendeten Methoden. Wesentlich sind auch Bewertungs-Stichtag,  Erstellungsdatum, Ergebnis der monetären Bewertung sowie Plausibilisierung von Annahmen, Ergebnissen und Einschränkungen sowie verwendete Datenquellen. Ein Überblick über den Rechtsbestand, die verhaltenswissenschaftlichen und finanzwirtschaftlichen Aspekte sowie der Hinweis auf die Norm sollten ebenfalls nicht fehlen.

5. Anlässe für eine Markenbewertung

Die wohl häufigsten Aspekte für eine ganzheitliche Markenbewertung stellen Kauf bzw. Verkauf, Fusion von Unternehmen und/oder Marken oder die Lizenzierung einer Marke dar. Ein weiterer Bewertungsanlass für Sachverständige besteht in der Schadenersatz-Bestimmung bei Markenrechtsverletzungen oder Markenpiraterie.

Eines noch: Nicht immer geht es aber darum, gleich das ganze System „Marke“ zu bewerten; oft soll nur die optische oder akustische Ausdrucksform einer Marke – also das Logo oder der Slogan oder die Verwendung derselben auf Werbemitteln –  bewertet werden. Worauf kommt es in solchen Fällen an und welche Rolle spielen dabei Nutzungshonorare?

Autor: Dkkfm. Dipl.-Graf. Manfred Enzlmüller
Allgemein beeideter und gerichtlich zertifizierter Sachverständiger

Quelle

Quelle: „Sachverständige“ online

Bericht als PDF

 

 

Schlagworte: Bewertung, Markenbewertung, Markenindikatorfaktor, Markenwert, Nutzungshonorare, ÖNORM A6800, Sachverständige
Eintrag teilen
  • Teilen auf Facebook
  • Teilen auf X
  • Teilen auf WhatsApp
  • Teilen auf Tumblr
  • Per E-Mail teilen
https://www.diemarkenwertexperten.at/wp-content/uploads/2012/10/IMG_7918_sachverstaendige.jpg 1000 1500 Laurentius Mayrhofer https://www.diemarkenwertexperten.at/wp-content/uploads/2014/05/Logo_DMWE_300dpi_RGB_10cm-300x100.jpg Laurentius Mayrhofer2012-10-25 19:53:532018-10-19 17:05:32Sachverständige 02/2012 – Worauf kommt es bei der Bewertung von Marken und Nutzungshonorararen in der Marketingpraxis an?
Das könnte Dich auch interessieren
Titel Markenstudie Anteil der Marke Markenwert-Studie 2012 – Der Anteil der Marke am Erfolg von Unternehmen
Markenpotenzial Analyse Markenpotenzial-Analyse
Werbemonitor Rechnung Beitrag 02_16 Was Werber oft vergessen Werbemonitor 02/16 – „Was Werber oft vergessen“
Inititatoren Manfred Enzlmüller und Laurentius Mayrhofer Marken sind die DNA von Unternehmen
Medianet medianet 12.06.12 – Was erwarten Firmen von Markenwert-Studien?
Auswertungsgrafik - Was zeichnet einen guten Slogan aus? Slogan-Studie 2012 vorgestellt
Was nix kostet ist nix wert Was nix kostet, ist nix wert
Optinion Leaders Network OLN 07.03.2013 – 88,3 Prozent halten strategische Markenführung für wichtig

Warenkorb

Anzahl der Elemente im Warenkorb: 0

  • Dein Warenkorb ist leer.
  • Zwischensumme: €0,00
  • Geschätzte Steuern: €0,00
  • Gesamt: €0,00
  • Kasse
X Logo X Logo Folgenon X RSS Feed Logo RSS Feed Logo Abonniereden RSS Feed

Interessantes

InteressantesInteressantes

ProvenExpert Bewertungssiegel

Erfahrungen & Bewertungen zu DIE MarkenWertExperten Institut für ganzheitliche Markenbewertung eU

MWE Newsletter abonnieren

Jetzt Branding-Know-how und Zugang zu Downloads kostenlos sichern

2016 © DIE MarkenWertExperten - Institut für ganzheitliche Markenbewertung eU - Enfold Theme by Kriesi
  • Impressum
  • AGB
  • Datenschutzerklärung
  • Lizenzvereinbarung eBooks
Link to: Bezirksblätter NÖ – 24.10.12 – „Marken sind die DNA eines Unternehmens“ Link to: Bezirksblätter NÖ – 24.10.12 – „Marken sind die DNA eines Unternehmens“ Bezirksblätter NÖ – 24.10.12 – „Marken sind die DNA eines Unter...Presse Link to: 1. Österreichischer MarkenDialog – Programmvorschau Link to: 1. Österreichischer MarkenDialog – Programmvorschau Österreichischer Markendialog1. Österreichischer MarkenDialog – Programmvorschau
Nach oben scrollen Nach oben scrollen Nach oben scrollen
Diese Website benutzt Cookies um das Angebot auf die Bedürfnisse unserer Besucher besser anpassen zu können. Wenn Sie die Website weiter nutzen, gehen wir von Ihrem Einverständnis aus. Bitte lesen sie dazu unsere Datenschutzerklärung.